Buckskin Gulch, Valley of Fire und Las Vegas
Buckskin Gulch - der Einstieg.
Wir haben in der High Desert Lodge in der tiefsten Wüste genächtigt und sind nach einem Kaffee aufgebrochen in die Buckskin Gulch,
den „tiefsten Slot-Canyon der Welt“. Wir starteten vom Wire Pass Trailhead, an dem man direkt einen Betrag von 12$ pro Fahrzeug an einer „Selfpay station“ bezahlen musste.
Danach ging es los zum Eingang des Canyons, der Weg dorthin dauert ca. 20-30 Minuten zu Fuß vom Parkplatz aus. Dort angekommen geht man durch 2 kleinere Canyons bis man etwas klettern und ungefähr 3 Höhenmeter auf Schwemmhölzern überwinden muss. Nachdem man das geschafft hat, ist es nicht mehr allzu schwierig, der Weg führt relativ gerade auf glatt geschliffenen Steinen entlang, zwischen den Canyonwänden. Gummistiefel sind auf jeden Fall angebracht im Winter/Frühling, da man an manchen Stellen auf tiefe Pfützen trifft, die man sonst nicht ohne Weiteres überwinden kann. Im Sommer ist die Wanderung bestimmt toll um der Hitze zu entkommen. Wir haben uns dazu entschieden, lieber alle Winkel zu erkunden, die man, erreichen konnte ohne durch tiefes Wasser zu waten. Wir hatten das Glück, bis auf ein paar Böcke und gruselig große Tatzenspuren mit langen Krallen, alleine im Canyon zu sein.
Die Sonne bestrahlte die roten Felsen in verschiedenen Orange- und Rottönen, es war einfach bezaubernd.
Als wir den Canyon verließen, trafen wir mehrerere Menschen.
Ein paar Anmerkungen.
Raphaels persönliche Anmerkung: Mir kam der Weg zum Canyon sehr langwierig vor. Sand, Sand, Sand, man geht auf einer unbefestigten Straße und die Sonne brennt einen auf den Kopf. Ich kann mich noch richtig an meine Laune erinnern, aber vielleicht lag es auch einfach an dem Hunger, der mich gleichzeitig plagte.
Luisas persönliche Anmerkung: Ja, der Weg mag einem etwas langweilig vorkommen, verglichen mit dem, was man sonst so auf der Reise erlebt hat. Aber der Canyon ist wirklich ganz besonders mit den wirklich tollen Formationen in satten Farben und das Warten lohnt sich.
Tipp: Buckskin Gulch ist ein nicht überlaufener Ort. Falls es mal voll wird, ist dieser Canyon so riesig, dass man sich gut aus dem Weg gehen kann.
Valley of Fire - eine kleine durchfahrt.
Zurück am Auto machten wir uns auf ins Valley of Fire, wo wir den Sonnenuntergang genießen konnten, um danach Richtung Las Vegas aufzubrechen.
Das Valley of Fire ist ein wirklich schöner Park mit tollen roten Steinen und wir fuhren den Scenic Drive mit der untergehenden Sonne vor uns und dem aufgehenden Fast-Vollmond vor uns.
Das nicht allzu niedliche Las Vegas - Blinkend, Laut und Imposant.
Von da aus ging es dann nach Las Vegas, immer weiter durch die Wüste. Um die letzte Kurve gefahren, erwartete uns endlich der Anblick der Stadt. Verrückt blinkend, riesig und einfach so unerwartet, da es vorher in der dunkel daliegenden Wüste absolut nicht den Eindruck machte, dass vor einem gleich ein Meer aus Licht und Farben auftauchen würde.
In Las Vegas angekommen, sahen wir uns erst noch in einem riesigen Kameraladen um und machten uns danach auf den Weg in unser Hotel.
Wir waren komplett überfordert: Zwei riesige Blöcke mit Parkservice, blinkendem Casino, extrem protzigen Kronleuchtern im Eingang, großer Poolterrasse und vier hauseigenen Restaurants. Wir wurden netterweise zum VIP Check-In gebeten und konnten so die Schlange umgehen. Also Zimmerkarten (Zimmer lag im 25 Stock) entgegengenommen, ab in den Fahrstuhl und auf ging es nach oben. Kurz das Zimmer inspiziert, einmal kurz ausgeruht, um sich dann direkt auf den Strip vor der Tür zu begeben, um etwas Essbares zu finden. Der Strip ist laut, blinkt überall, Reizüberflutung komplett, betrunkene Menschen – wir konnten nicht so wirklich etwas damit anfangen, auch wenn es definitiv speziell und etwas besonderes ist. Naja, jedem das Seine. Heute gab es also mal zur Abwechslung Burger. Zurück ins Hotel und müde ging es ab ins Bett. Für Las-Vegas-Feierei waren wir eindeutig zu kaputt.














